Der Verlauf.

Der Verlauf einer jeden Schizophrenie ist individuell und hängt von vielen Faktoren ab, wie beispielsweise dem psychosozialen Umfeld, der Vulnerabilität des Betroffenen oder auch den kognitiven Fähigkeiten. Während weiter viele Betroffene gemein haben, dass Episoden, die von einer Positiv- oder Negativsymptomatik begleitet werden, schubweise auftreten können.

Erkrankungsbeginn und die Zeit bis eine Schizophrenie erkannt und therapeutisch behandelt wird, spielen in Bezug auf Verlaufsprognosen eine besondere Rolle. Unter Fachärzten geht man davon aus, dass je früher eine Schizophrenie diagnostiziert und behandelt wird, desto eher die Wahrscheinlichkeit steigt, dass bestimmte Symptome gelindert werden können und es zu keiner Chronifizierung der Krankheit kommt.

 

Beginn einer Schizophrenie

Der Beginn einer Schizophrenie kann sich tückisch erweisen, viele Betroffene bemerken die ersten Jahre nicht, dass sie eine Schizophrenie entwickeln. In bis zu 75% der Fälle beginnt Schizophrenie unauffällig, so dass sich häufig Negativsymptome zeigen können. Kognitive Einschränkungen wie beispielsweise Konzentrationsprobleme und Antrieblosigkeit können jedoch viele Ursachen haben, so dass eine Schizophrenie vor einem ersten, psychotischen Ausbruch nicht deutlich zu erkennen ist.

Der Betroffene kann sich mit der Zeit sozial zurückziehen und das Interesse an der Interaktion mit der Umwelt verlieren. Reizempfindlichkeit, ein schleichender Beziehungswahn und eine zunehmende Verwahrlosung aufgrund depressiver Verstimmungen können ebenfalls ein Hinweis auf psychische Krankheiten wie Depressionen, Psychosen und schizophrenen Akutphasen sein.

 

Akutphasen der Schizophrenie

Betroffene haben während Akutphasen einer Schizophrenie Halluzinationen, beispielsweise akustische, die sich intern als Stimmen im Kopf zeigen können, und extern als Geheimbotschaften durch Medien wie Fernsehen, Radio und weiteren. Die Reizempfindlichkeit kann hier in vielfachen Formen zu akustischen Halluzinationen führen, generell jedoch auch zu Halluzinationen oder Fehlinterpretationen von Reizen aller Sinnesorgane führen.

In ihrem Beziehungswahn sehen die Betroffenen Zusammenhänge und deuten innere Erlebnisse als tief verbunden mit der Umwelt. Phasen der Schlaflosigkeit können diese Symptome verstärken. In vielen dieser Fälle leiden die Betroffenen unter chronischen Angstzuständen oder Depressionen.

 

Mit Schizophrenie leben

Statistisch gesehen erleben 30% nach dem ersten akuten Ausbruch keine weitere Psychose. Eine weitere große Gruppe erlebt zwei bis drei Ausbrüche bis in die 30er Jahre. Bei einem weiteren Teil zeigen sich Symptome chronisch, während ein weiterer Teil mit Neuroleptika und gegebenenfalls weiteren Medikamenten gut behandelt werden kann.