Die Therapie.

Eine Therapie für von Schizophrenie betroffene Menschen besteht in der Regel aus einer Kombination aus Medikamenten, Psychotherapie sowie weiteren therapeutischen Maßnahmen, beispielsweise in der Form von Psychoedukation, Ergotherapie und anderen.

Positivsymptome wie beispielsweise Halluzinationen, Wahnzustände und Ich-Störungen können mit sogenannten Antipsychotika, auch bekannt als Neuroleptika, behandelt werden. Besonders in akuten Phasen, die von dieser Art belastenden Psychosen gekennzeichnet sind, können diese Medikamente das Leiden der Betroffenen lindern, indem sie auf den Botenstoffhaushalt im Gehirn des Betroffenen einwirken.

Negativsymptome wie Konzentrationsstörungen, Antriebslosigkeit, Depressionen oder sozialer Rückzug können mit weiteren Therapieformen, beispielsweise im Rahmen der beruflichen Rehabilitation oder kognitiven Therapieangeboten, begegnet werden.

 

Medikamentös

In akuten Zuständen beginnt die Therapie mit sogenannten Antipsychotika (Neuroleptika). Eine Verschreibung dieser Medikamente findet durch einen Facharzt statt, in der Regel handelt es sich hier um Psychiater, Neurologen und Nervenärzte.

Antipsychotika unterdrücken Wahnzustände, Fremdeinwirkungserlebnisse und Halluzinationen und können die Reizempfindlichkeit lindern. Sie greifen auf den Botenstoffhaushalt im Gehirn des Betroffenen ein, indem sie beispielsweise den Dopaminspiegel regulieren.

In der Gegenwart werden vor allem Antipsychotika der zweiten Generation eingesetzt, sogenannte atypische Neuroleptika. Sie haben den Vorzug, dass sie während einer Behandlung zu weniger Nebenwirkungen führen als Neuroleptika der ersten Generation. Angestrebt wird die niedrigste Dosierung, um Nebenwirkungen weiter zu reduzieren, während gleichzeitig ein sicherer Rückfallschutz vor psychotischen Phasen gewährleistet werden soll.

Je nachdem, wie lange eine schizophrene Erkrankung bereits vorliegt und wie stark sich die Symptome zeigen, empfehlen Fachärzte eine langfristige Einnahme der Medikamente, die sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren ziehen kann. So wird Patienten, die bereits mehrere psychotische Ausbrüche erlebt haben, empfohlen, auf die Einnahme von Neuroleptika bis zu einem Zeitraum von fünf Jahren und länger, nicht zu verzichten.

 

Psychotherapie

Zeitgleich ist es eine ideale Ergänzung, wenn der Betroffene einen Psychologen hat, mit dem er seine Denkmuster im besten Fall hinterfragt. Eine rein medikamentöse Behandlung kann zwar in einer Akutphase erheblich lindernd auf psychotische Symptome wirken. Dennoch ist es wichtig, den psychischen Leiden, die mit einer Schizophrenie einhergehen, nachzuspüren und sie zusammen mit einem vertrauten Therapeuten aufzuarbeiten.

Auch eine Verhaltenstherapie, die dem Betroffenen hilft, mit den besonderen Herausforderungen einer schizophrenen Erkrankung langfristig besser umzugehen, wird von vielen Fachärzten empfohlen. Kognitive Probleme, die in der Form von Negativsymptomen, die Lebensqualität der Betroffenen einschränken können, können ebenfalls mit geeigneten Angeboten wieder gesteigert werden. Weiter gibt es Angebote für die psychische Rehabilitation im Rahmen einer Ergotherapie oder auch Kunst-, Schreib- oder Tanztherapien.

Generell ist es wichtig, dass der Patient nicht überfordert wird und gleichzeitig Zugang zu Angeboten findet, die ihn mit einem Blick auf seine besonderen Bedürfnisse in der alltäglichen Lebensführung unterstützen.