Sozialer Rückzug

Der soziale Rückzug ist eines der ersten Negativsymptome, die auf eine psychische Erkrankung hinweisen können. In Phasen des sozialen Rückzugs lässt das Interesse der Betroffenen an sozialen Interaktionen nach. Aktivitäten, die dem Menschen früher Freude bereiteten, werden mit der Zeit immer mehr gemieden. Der Mensch kapselt sich ab, es kann zu Verwahrlosungszuständen und einer starken Isolation kommen.

Die Betroffenen merken oft nicht, dass der soziale Rückzug nicht unbedingt etwas mit ihren sozialen Kompetenzen zu tun hat, sondern geben sich oft die Schuld. Hieraus entsteht ein Kreislauf, den Betroffene wollen negative Erfahrungen im Umgang mit Mitmenschen nicht wiederholt erleben, so dass sie sich immer mehr aus dem sozialen Leben zurückziehen.

Sorgen

Von Schizophrenie betroffene Menschen können sich von sozialen Anforderungen schnell überfordert fühlen. Ein verzerrtes Weltbild, interne und externe Trugwahrnehmungen, exzessives Grübeln wie auch weitere Denkstörungen, die für eine Schizophrenie mitunter als charakteristisch bezeichnet werden können, können das Gemütsleben stark einschränken.

Unruhe

Unruhe und innere Angespanntheit können für von Schizophrenie betroffene Menschen zu einem Dauerzustand werden, der sich schleichend chronifiziert.

Um Unruhe und Angespanntheit zu lindern, können vor allem Bewegung und eine gute Ernährung eine sehr gute Strategie sein.

Depression

Depressionen oder depressive Verstimmungen können häufig zusammen mit einer Schizophrenie zutage treten. Das Ursachengeflecht ist hochkomplex. Depressionen können beispielsweise vor einem ersten akuten Ausbruch auftreten, unter anderem als Folge von eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten, die Behinderungen wie Konzentrationsstören und Antriebslosigkeit nach sich ziehen können. Aber auch nach einem akuten Ausbruch können Depressionen oder depressive Verstimmungen die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken.

Antipsychotika

Antipsychotika, auch bekannt unter dem Begriff Neuroleptika, sind im Rahmen der medikamentösen Behandlung einer Schizophrenie Mittel erster Wahl. Vor allem Positivsymptome, die während einer akuten Psychose auftreten können – beispielsweise Halluzinationen, Wahnzustände und Reizüberflutung –, können mit Antipsychotika in kurzen Zeiträumen eingedämmt werden. Sie wirken auf bestimmte Rezeptoren, beispielsweise dopaminerge Neuronen, und senken in der Regel den Dopaminspiegel im Gehirn der Betroffenen.

Neuere Antipsychotika können auch auf andere Rezeptoren wirken, beispielsweise auf Serotoninrezeptoren. Den Beschwerden entsprechend können Fachärzte zudem auch niedrigpotentere Antipsychotika verschreiben, die beispielsweise schlaffördernd und beruhigend wirken. Weiter können zur Behandlung der Negativsymptome einer Schizophrenie zusätzliche Medikamente verschrieben werden, beispielsweise Antidepressiva oder auch Beruhigungsmittel wie Benzodiapine.

 

Antipsychotika der ersten und zweiten Generation

Aktuell werden Antipsychotika in zwei Hauptgruppen eingeteilt: Die sogenannten atypischen Antipsychotika, die die neuere Generation von Psychosemedikamenten darstellen und daher auch als Antipsychotika der zweiten Generation bezeichnet werden, sowie die typischen bzw. klassischen Antipsychotika, die der zweiten Generation vorangingen und auch als erste Generation von Antipsychotika bezeichnet werden.

Antipsychotika der ersten Generation haben gegenüber den neueren Antipsychotika den Nachteil, das sie stärkere Nebenwirkungen zeigen können. Besonders im Bereich der Körpermotorik kann die langfristige Einnahme von Antipsychotika zu Bewegungsstörungen führen.

Antipsychotika der zweiten Generation haben ebenfalls eine lange Liste von Nebenwirkungen. Besonders ein gesteigertes Appetitgefühl und eine starke Gewichtszunahme sind als eine typische, unerwünschte Nebenwirkung von Antipsychotika der zweiten Generation bekannt. Weiter kann es ebenfalls wie bei Medikamenten der ersten Generation zu Behinderungen der Körpermotorik kommen.

Antipsychotika werden vor allem im Rahmen der Behandlung einer Schizophrenie eingesetzt. Auch bei einer bipolaren Störung und weiteren Erregtheitszuständen, können Antipsychotika eingesetzt werden. Bei einer starken Verhaltensstörung, wenn beispielsweise autoaggressive Handlungen auftreten, sind gewisse Antipsychotika hierbei auch für Kurztherapien bei Kindern zugelassen.

 

Medikamentöse Therapie

Die Behandlung mit Antipsychotika ist nicht ohne Risiken und gewisse Hindernisse, so dass sich von Schizophrenie betroffene Menschen einer medikamentösen Behandlung verweigern können. Bei einigen Medikamenten kann sich die erwünschte Wirkung erst nach einem relativ langen Zeitraum zeigen, in gewissen Fällen erst nach einigen Wochen.

Auch verträgt nicht jeder von Schizophrenie betroffene Mensch jedes Antipsychotika gleich gut, teilweise können die Negativsymptome einer Schizophrenie, wie beispielsweise Depressionen und Antriebslosigkeit wie auch Konzentrationsstörungen verstärkt auftreten. Daher ist der Wechsel bzw. das Ausprobieren von Präparaten nicht unüblich ist, bis ein Antipsychotikum gefunden wurde, das möglichst gut verträglich ist und zu so wenig Nebenwirkungen wie möglich führt.

Eine möglichst niedrige Dosierung wird in der Regel nach dem Abklingen akuter Positivsymptome wie Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Ich-Störungen angestrebt, um die Nebenwirkungen der Antipsychotika bestmöglich zu vermeiden.

 

 

 

 

Größenwahn

Während einer Schizophrenie können betroffene Menschen einen Größenwahn entwickeln, der von vielen Faktoren abhängt. Bekannt ist das Symptom, dass man sich als einen „Auserwählten“ versteht.

Fremdbestimmung

Ein Symptom, das bei von Schizophrenie betroffenen Menschen, häufig beobachtet wird, ist das der empfundenen Fremdbestimmung. Hierbei hat der Betroffene das Gefühl, das er nicht mehr der Herr seiner eigenen Aktionen ist und seine Handlungen von einem Außenstehenden beeinflusst oder kontrolliert werden.

Willensbeeinflussung

Unter dem Begriff der Willensbeeinflussung wird bei den Krankheitsgruppen der Schizophrenie die Überzeugung bezeichnet, sich von fremden Mächten kontrolliert oder manipuliert zu glauben. Hierbei können die Betroffenen beispielsweise das Gefühl haben, dass Handlungen und Bewegungen von außen gesteuert werden, wie auch glauben, Zwangshandlungen durchführen zu müssen.